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Info-Mail Schach Nr. 631


Deutsche Schachbundesliga -
Korrekte aktuelle Tabelle und ein Rückblick auf das vergangene Wochenende

Tabelle inkl. Teilergebnisse der 7.Runde:
 1. SG Köln Porz       5  8  24½
 2. SC Remagen         5  8  21
 3. Hamburger SK       5  7  22½
 4. OSC Baden Baden    4  6  22½
 5. Werder Bremen      5  6  21
 6. Bindlach-Aktionär  4  6  19
 7. SG Alj. Solingen   5  4  20
 8. SC Kreuzberg       4  4  17½
 9. SV Wattenscheid    5  4  17
10. SF Katernberg      4  4  14½
11. SC Eppingen        4  4  14½
12. TV Tegernsee       4  3  16
13. SV Mülheim Nord    4  3  16
14. SF Berlin 1903     4  2  13
15. SC Bann            4  1  11
16. SK König Tegel     4  0  10

Neu gemischt (von Stefan Löffler)
Hat es das überhaupt schon gegeben in der Geschichte der Bundesliga,
dass nach zwei Saisonwochenenden kein Team mehr ungeschlagen ist?
Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer, wo war die Stimmung am
besten, und wer sind die Spieler, über die man spricht?

Die Gewinner des Wochenendes:
Eppingen 
dank Siegen gegen Wattenscheid und Solingen mit Kurs auf Klassenerhalt.
Hamburger Schachklub 
mit 5:1 Punkten gegen starke Gäste aus Mülheim, Essen-Katernberg und Bremen.
Remagen 
nach dem Sensationssieg gegen Porz alleiniger Tabellenführer für einen Tag.
Kreuzberg 
vier Punkte, davon zwei nicht eingeplante gegen die starken Bindlacher

Die Verlierer des Wochenendes:
Werder Bremen 
vier Punkte haben die Bremer lange nicht mehr an einem Wochenende abgegeben.
Tegernsee 
ein Punkt in Wattenscheid ist zu wenig für den angestrebten Medaillenplatz.
Bindlach 
ungeplante Niederlage gegen Kreuzberg trotz Bestbesetzung und Joker
Naiditsch.
Baden-Baden 
wieder mal knapp an Porz gescheitert, aber auch die Konkurrenz ließ Federn.

Stimmungsbarometer:
1. Platz: Hamburg 
ein auftrumpfender Gastgeber verwöhnt das Publikum live und online
2. Platz: Tegel 
in der Bambushalle schöpfen die Berliner wieder Hoffnung
3. Platz: Wattenscheid 
fünf hoch spannende Spiele zeigen die Ausgeglichenheit der Liga
4. Platz: Porz 
für das Schlagerspiel der Liga wurde Gästen und Publikum zu wenig geboten

Spieler, über die man spricht:
Alexei Schirow reiste direkt vom für ihn als geteilten Vorletzten wenig
erbaulich verlaufenen Tal-Memorial aus Moskau, um Baden-Baden im wichtigen
Kampf gegen Porz zu unterstützen, eröffnete sogar für ihn extrem
ungewöhnlich Katalanisch und holte zwei Siege.

Falko Bindrich fügte seinen beiden Siegen vom ersten Wochenende zwei weitere
bei, darunter gegen Nationalspieler Alexander Graf (Porz). Erst Peter Heine
Nielsen konnte den 16jährigen Zittauer in Diensten Remagens stoppen, der mit
4 aus 5 auf GM-Normkurs bleibt.

Radek Wojtaszek führte sich beim HSK als Sizilianischkiller mit Siegen gegen
Hracek und Volokitin ein. Seine Landsleute trauen dem 19jährigen zu, in zwei
Jahren die 2700-Marke zu überspringen und der erste polnische
Weltklassespieler seit Rubinstein und Naj dorf zu werden.

Mikhail Kobalia, mangels Visum vor kurzem noch das Sorgenkind der Porzer,
vertrat erstmals seinen neuen Klub und holte beim 4,5:3,5 gegen Baden-Baden
einen Big Point gegen Paco Vallejo.

Georg Meier, Jugendnationalspieler in Eppinger Diensten, trägt zwei Siege
gegen Frank Holzke und Christian Gabriel zum tollen Wochenende der Badener
bei.

Stefan Löffler, Ihr Autor, der sich schon kaum noch an seinen letzten
Doppelpunkt erinnern kann, brauchte nur insgesamt 45 Züge, um gegen Borriss
und Bischoff jeweils den ersten Kreuzberger Sieg des Tages einzufahren.

Robert Rabiega holte am ersten Brett einen fetten Skalp von Bindlachs David
Navara und glänzt selbst mit einer 2700-Eloleistung. Der Tegeler ist laut
Mannschaftskameraden seit mehr als fünfzig Turnierpartien ungeschlagen.

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