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Info-Mail Schach Nr. 1083
1st World Chess Games For Disabled
(von Klaus-Jörg Lais)
(Quelle: Deutscher Schachbund)
Liebe Freunde des gepflegten Anglizismus: Diesen Begriff muss man erst mal
auf deutsch lesbar umschreiben. Vielleicht kommt "erste Weltspiele für
barrierefreies
Schach" dem Sinn des Wortungetüms noch am nächsten. Worum geht es?Der
Dresdener Schachfestival e.V., der zur Zeit das neunzehnte ZMDI
Schachfestival (
www.schachfestival.de)
ausrichtet, ist federführend bei der Idee, die drei internationalen
Behindertenverbände im Schach zu einem Turnier einzuladen. Grundsätzlich
steht die Idee
dahinter, mehr Aufmerksamkeit für die sportlichen und alltagsbedingten
Lebensumstände der behinderten Spielerinnen und Spieler zu erzeugen.
Nebenher könnte
so der Startschuss für eine Turnierserie fallen, die im Spektrum der
Angebote für Schachspieler noch fehlte. Dabei gilt es allerdings so manch
stattliche
Klippe zu umschiffen. Ist es beispielsweise möglich, für alle drei Verbände
gleiche Konditionen zu schaffen? In welchem Modus, zu welchem Datum soll
gespielt
werden? Und in welcher Bedenkzeit? Können alle Beteiligten genügend
Mitglieder motivieren, um dieser tollen Idee nicht nur zur Geburt, sondern
auch zur
Taufe zu verhelfen?Diese Fragen diskutierten am gestrigen Freitag alle
Interessenten einer schnellen Umsetzung:
Im Bild von l.n.r.:
Frau und Herr Beutelhoff
(Ludwig Beutelhoff, Präsident der International Braille Chess Association
IBCA), Dirk Jordan vom Ausrichter Schachfestival e.V., die Übersetzer Monika
Möhrer und Andreas Mischke, Yuri Sobolev (Russland) als Vertreter von
Michele Visco: International Committee of Silent Chess ICSC, Holger Mende
aus Halle
vom Deutschen Gehörlosen Schachverband, Wolfgang Krabbe vom Gehörlosensport
Dresden, Horst Metzing als Sportdirektor des Deutschen Schachbundes, Yvonne
Ledfuss (Dresden) als Moderatorin der Sitzung sowie GM Thomas Luther, der
bei der kommenden Schacholympiade für die IPCA, die International Physically
Disabled Chess Association antritt.